"Es schneit … Kommt alle aus dem Haus! Die Welt sieht aus wie gepudert."
Wie im bekannten Kinderlied von Rolf Zuckowski sah die Welt nach langanhaltendem Schneefall in Villingen-Schwenningen, am Rande des Schwarzwalds, aus. Die meisten Kinder der städtischen Kindertagesstätte Helene Mauthe hatten noch nie so viel Neuschnee gesehen. Die Neugier, nach draußen zu gehen, war groß. Dick eingepackt in Schneeanzug, Mütze, Schal und Handschuhe machten sie sich auf den Weg, um das Außengelände der Kita mit allen Sinnen zu entdecken. Mit Schlitten ging es die Hügel hoch und runter. Mit Schaufeln, Körperkraft und viel Fantasie entstanden Schneemänner, Iglus und andere tolle Gebäude. Verschiedene Eimer, Stöcke, Töpfe, Kisten und weitere Utensilien regten die Kinder zum Forschen an.
Die Kinder entdeckten Spuren im Schnee und hatten viele Fragen. Wer lief durch unseren Garten? Sind das Tierspuren? War das ein Fuchs oder eine Katze?
Fasziniert waren die Kinder auch von den langen Eiszapfen, die mit der Zeit entstanden waren. Es kamen weitere Fragen auf, und das Interesse und der Wissensdurst der Kinder waren geweckt. Wie entstehen Eiszapfen? Warum schmelzen Schnee und Eis, wenn man sie länger in den Händen hält?
Die Lust zu forschen war groß und die Kinder hatten viele Ideen, wie sie Antworten auf ihre Fragen erhalten könnten. Unter anderem kamen sie auf die Idee, den Schnee anzumalen. Im Atelier experimentierten sie dann mit Schnee und Farben. Sie waren jedes Mal total fasziniert, wie sich die Farbe ihren Weg durch den Schnee bahnte und die einzelnen Eiskristalle bunt färbte. Ein paar Stunden später waren sie sehr erstaunt, als der Schnee geschmolzen war und nur noch gefärbtes Wasser übrig war.
Einen solchen Wintereinbruch gab es bei uns seit Jahren nicht mehr und dieser Schneezauber war in dieser von Corona bestimmten Zeit für uns alle ein ganz besonderes Geschenk.